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Beförderungssituation für Frauen un der BwH
Rbf. 1/2001, S. 5

Auswertung der Fragebögen

"Beförderungssituation für Frauen in vier Bewährungshilfe"

Von insgesamt 291 Fragebögen wurden 115 zurückgesandt, davon 67 weiblich und 48 männlich. Der Rücklauf entspricht 39,5 %.

1. Besoldungsgruppen
weibl.
männl
BAT IV b
7
2
BAT IV a
6
5

A 9

3
1
A 10
37
10
A 11
11
18
A 12
3
10
A 13
-
2


2. Teilzeitarbeit vor 10/95
weibl.
männl
BAT IV b
-
-
BAT IV a
1
-

A 9

-
-
A 10
11
1
A 11
3
-
A 12
1
-
A 13
-
-


3. Erziehungsurlaub
weibl.
männl
BAT IV b
-
-
BAT IV a
1
-

A 9

-
-
A 10
20
-
A 11
4
-
A 12
1
-
A 13
-
-


Auswertung der Fragebögen -Seite 2-

4. Beurlaubungen ohne Bezüge weibl. männl
BAT IV b
-
-
BAT IV a
1
-

A 9

-
-
A 10
11
-
A 11
2
-
A 12
2
-
A 13
-
-


5. Ausgefallene Regelbeurteilungen
weibl.
männl
nachgeholt
BAT IV b
-
-
-
BAT IV a
-
-
-

A 9

-
-
-
A 10
5
-
1
A 11
-
-
-
A 12
-
-
-
A 13
-
-
-


Auswertung der Fragebögen - Seite 3 - Es wird von 291 Beschäftigten in der Bewährungshilfe ausgegangen (Information Federführerbesprechung vom 13.04.2000). Ein Rücklauf von 115 Fragebögen ( =39,5%) liefert folgende Zahlen.

  1. Der Frauenanteil in den Besoldungsgruppen BAT IV b, a, A 9, A 10 liegt zwischen 54,5% und 78,7%. Er sinkt von A 11 (37,9%) über A 12 (23,1 %) auf A 13 (0%).
  2. Teilzeitbeschäftigung wird bei der Auswertung nur bis 10/95 berücksichtigt, da ab diesem Zeitpunkt eine volle Anrechnung auf die Dienstjahre erfolgt (§ 13,Abs.2 LbV). Von einer Benachteiligung durch Teilzeitarbeit im Hinblick auf die Beförderungschancen sind 15 Kolleginnen und 1 Kollege betroffen.
  3. Erziehungsurlaub wird auf die Dienstjahre nur geringfügig angerechnet (insgesamt höchstens im Umfang von 2 Jahren, § 13, Abs. 3,Zi. 5 LbV).
    26 Kolleginnen unterbrachen ihre Beschäftigung teilweise mehrmals wegen Erziehungsurlaubs. Von den befragten Kollegen befand sich niemand im Erziehungsurlaub.
  4. Zeiten der Beurlaubung ohne Bezüge finden nur geringfügig Anrechnung bei den Dienstjahren (insgesamt höchstens im Umfang von 2 Jahren , § 13, Abs. 3, Zi. 5 LbV).
    Während kein Kollege ohne Bezüge beurlaubt war, nahmen 16 Kolleginnen diese Möglichkeit der Beurlaubung in Anspruch.
  5. Bei 5 Kolleginnen fielen wegen ihres Erziehungsurlaubes Regelbeurteilungen aus. Lediglich 1 Beurteilung wurde nachgeholt. Ausgefallene Regelbeurteilungen bei Kollegen wurden nicht benannt.

    Ergebnis:

Es besteht eine offensichtliche Benachteiligung von Frauen hinsichtlich ihrer Beförderungschancen.

Auch wenn die Anrechnung von Teilzeitarbeit auf die Dienstjahre mittlerweile in voller Höbe erfolgt, beeinträchtigen die Auswirkungen der bis 10/95 gültigen Regelung nachhaltig die Aufstiegsmöglichkeiten.

Erziehungsurlaub und Beurlaubung ohne Bezüge werden auch weiterhin Beförderungen verzögern.

Um zu vermeiden, daß während Zeiten der Beurlaubung eine Regelbeurteilung mit der Chance, das Prädikat zu verbessern, ausfällt (Beurteilung mindestens alle 4 Jahre), besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eine Zwischenbeurteilung zu beantragen (die letzte Beurteilung muß mindestens ein Jahr zurückliegen). Da für eine Beförderung angeblich in erster Linie das Beurteilungsprädikat ausschlaggebend ist ( vor den Dienstjahren ) sollte der Wegfall einer Regelbeurteilung verhindert werden.